unbegriffliches
RZ-gamma-II

(2001)

Für Saxophonquartett.
Dauer: 11’.
Uraufführung: Herbst 2001, Zug.



Aufnahme der Uraufführung, Ausschnitt


Ausführende und Auftraggeber

Pure-Sax-Quartett

Werkinformationen

Die Werkreihe RZ-gamma I-III (2000-2002) befasst sich mit der speziellen Relativitätstheorie. Während RZ-gamma I + II den gamma-Faktor der speziellen Relativitätstheorie in zeitliche (metrische und rhythmische) Verhältnisse zu transformieren versucht, gilt die Tranformation des gamma-Faktors in RZ-gamma-III den Tonhöhen.
Daraus entstand die gamma-Stimmung, welche den gamma-Faktor logarithmisch auf eine Oktave übersetzt. Es ist eine Stimmung, die aus 19 Tönen besteht und exponentiell aufgebaut ist. Da die exponentielle Kurve sehr steil ist, ergab die Übersetzung, die auf dem Ton a’ = 440 beginnt, bereits auf der Quinte e’ ein ‚Loch’ bis zur nächsten Oktave a’’ = 880. Aus musikalischen Gründen spiegelte ich daher die Stimmung von a’’ = 880 abwärts. Die gesamte Oktave von a’ = 440 bis a’’ = 880:

  1. 440 Hertz
  2. 442 Hertz
  3. 446 Hertz
  4. 454 Hertz
  5. 466 Hertz
  6. 484 Hertz
  7. 505 Hertz
  8. 537 Hertz
  9. 580 Hertz
  10. 593 Hertz
  11. 653 Hertz
  12. 667 Hertz
  13. 722 Hertz
  14. 766 Hertz
  15. 799 Hertz
  16. 831 Hertz
  17. 852 Hertz
  18. 867 Hertz
  19. 876 Hertz

In späteren Werken taucht die gamma-Stimmung immer wieder auf; jedoch nicht mehr aufgrund der ursprünglichen Intention, sondern schlicht, weil sie – besonders in Kombination mit der temperierten Stimmung – interessante kompositorische Möglichkeiten eröffnet.